Kreisverband Main-Tauber

Corona-Pandemie: die günstige Gelegenheit, die Institution ‘Familie’ zu zerschlagen?

Familie war früher etwas völlig anderes als das, was viele heute darin sehen. Sie war keine gefühlsduselige Wohlfühlkommune, dafür mehr unpersönliche Einrichtung. Sie war ein Stand, ein Amt. Familie sollte nicht glücklich zu machen, sondern einem zu nutzen. Familie, wo sie solcher Stand ist, ist stets potentielle Reaktion und Rettung, Kraft und Keimzelle von Widerstand gegen Eingriffe von außen. Sie ist ewiger, Geschlechter und Regierungen überdauernder Wert. Sie ist der wahre Kreditgeber letzter Instanz, nicht der Staat.

Daher verwundert es nicht, dass diese Institution seit hundert Jahren via „Familienpolitik“ dekonstruiert, lächerlich gemacht und zerrissen werden soll. Das Ziel einer solchen Politik lässt sich nur verstehen, wenn sie damit den sozialistischen Ansatz eines neuen Menschen verfolgen will: einheitlich, unschädlich, ganz der Erfüllung seiner – angeblichen – gesellschaftlichen und staatsbürgerlichen Pflichten verschrieben sieht er das Gemeinwohl als Hauptziel all seines Handelns an und stellt seine eigenen Ansprüche zurück.
Und das Wichtigste: Es gibt ihn nicht! Jedenfalls nicht in einer freien Gesellschaft, jedenfalls nicht als freien Menschen, wie Gott ihn geschaffen hat. Und so sollte ihn jeder Angehörige christlicher Parteien wohl sehen, nicht wahr Frau Merkel? Aber auch auf der säkularen Seite deutscher Geschichte stehende Menschen müssen spätestens seit Ende des Kalten Krieges begriffen haben, wohin die staatlich verhängte Entfremdung von der eigenen Familie führt. Wenn Eltern, die ihr Kind gebadet, getrocknet, die Mutterbrust und später die Flasche gegeben und sich aufgeopfert haben, erleben müssen, wie das eigene Kind zum Denunzianten gegenüber seinen Eltern staatlich verzogen wird und keine Regung zeigt, während die Eltern von Beamten zu einer Limousine geführt werden und fortan als “vermisst” gelten. Das alles hatten wir im 20. Jahrhundert zur Genüge. Das ist die Welt der Linken, die auch heute wieder Erschießungen erotisch finden, wie wir aus der Ecke der zweimal umbenannten SED vernehmen durften.

Der unvermeidliche Weg sozialistischer Gesellschaftsklempnerei ist der direkte Zugriff auf die Kinder, um ihnen direkt alle Flausen auszutreiben, die dem staatlichen Leviathan widersprechen könnten. Nur deshalb wird die Kita noch vor, spätestens aber ab dem ersten Lebensjahr angeraten, ja geradezu aufgedrängt. Neudeutsch: “Genudget”. Begründet mit „frühkindlicher Bildung“, was Schmarrn ist bei Ein- oder Zweijährigen. Es geht nur darum, die Kinder den Eltern zu entfremden und sie zu bewegen, möglichst auf andere „Autoritäten“ zu hören. Bis hin zur oben beschriebenen Denunziation. Damit einher geht die Verächtlichmachung der Mutterrolle, die eigentlich den gesellschaftlichen Auftrag schlechthin erfüllt. Die Mutter soll stattdessen die Masse des Steuern zahlenden Stimmviehs vergrößern.

Das war die Familienpolitik der letzten Jahre. Mithilfe der Pandemie und der Zwangseinbuchtung ganzer Familien im mangels Masse oft sehr knapp bemessenen Eigenheim … eher in der Mietwohnung ohne Ausweichmöglichkeit in der Sardinenbüchse, sind Spannungen zwischen den räumlich und gestalterisch eingeengten Menschen, die nicht einmal mehr gemeinsam einkaufen gehen dürfen – Edeka beispielsweise gestattet nur noch einem Vertreter eines Haushalts den Zugang -, absehbar. Täglich warnen die Gazetten vor einer Zunahme häuslicher Gewalt und zeichnen damit regierungstreu das Bild einer aggressionsgeladenen Gesellschaft, die der Befreiung durch den Staat bedarf. Kinder sind in ihrer Familie nicht mehr sicher, Kinder werden mißhandelt und mißbraucht. Daß derlei in von Jugendämtern mangelhaft taxierten Pflegefamilien häufiger vorkommt, fällt unter den Tisch.

Die Corona-Pandemie in Verbindung mit den Kontaktverboten könnte erneut die Stunde der familiären Zersetzung einläuten. Linke und Grüne sehen in aller Ruhe dabei zu, wie sich neue Steilvorlagen quasi von selbst entwickeln.

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